Dominanz am Boden

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Der Mensch muss das Leittier des Pferdes sein, denn nur dem Leitpferd ist es bereit sich gehorsam unterzuordnen und es zu respektieren. Das Leittier ist in der Natur für die Sicherheit verantwortlich, denn nur unter der Autorität des Leittieres fühlt sich ein Pferd geborgen. Mit Erreichung der Leitposition und der erforderlichen Dominanz lösen sich die Probleme beim Umgang mit dem Pferd.
Hat der Mensch die Dominanz über sein Pferd, ist dieses bereit ihm bedingungslos zu dienen, zu gehorchen und sich unter seiner Autorität geborgen zu fühlen. Dies kann jedoch niemals mit Schmerz- einwirkung erreicht werden, da sonst die Grenze zwischen Angst zur unkontrollierbaren Panik überschritten werden kann. Der Mensch gerät dann vom Freundbild (Pferd-Pferd-Verhalten) in das Feindbild (Pferd-Raubwild-Verhalten), wo das Wehrverhalten des Pferdes wie Steigen, Buckeln oder Durchgehen ausgelöst wird.

Im Feindbild haben wir es grundsätzlich mit Panikverhalten eines Pferdes zu tun. Panik blockiert das Gehirn, so rennen z. B. durchgehende Pferde auf die Autobahn in Autos oder Lastzüge, in Dinge also, vor denen sie im Normalverhalten große Angst zeigen. Darum kann niemals mit Schmerzeinwirkung, mit Eisenstangen im Maul das Durchgehen verhindert werden und die Tiere in Normalverhalt zurückgeführt werden. Die Panik wird dadurch nur vertieft. Jedes Pferd das durchgeht, hat ja eine Trense oder Kandare im Maul. Die Grundlagen zur Erreichung der Dominanz liegen in der Kenntnis der Psyche, Verhaltensweise und des ausgeprägten Gefühlslebens der Pferde.
In dem Seminar lehrt Fred Rai die Psyche und Verhaltensweise der Pferde und demonstriert anhand von praktischen Übungen, ohne Schmerzeinwirkung, auf der Basis der Belohnung, die Korrektur von Problempferden am Boden. Mit Übungen, die dem Verhalten der Pferde in der Natur nachempfunden sind, erreicht er in weniger als 30 Minuten die nötige Dominanz. Pferde die sich nicht mehr führen lassen, nicht bereit sind stehen zu bleiben, beißen und schlagen, lernen innerhalb kürzester Zeit das Gefühl der Geborgenheit und Gehorsam durch Dominanz.

Korrektur- und Problempferde können nach Absprache mitgebracht werden.


Verladen von Pferden

Das Verladen von Pferden gehört zur Ausbildung eines jeden Pferdes. Die Dominanz am Boden ist die Voraussetzung zum Verladen. Die natürliche Angst vor dem, für das Pferd uneinschätzbaren Anhänger, ist kein Ungehorsam und darf deshalb nicht bestraft werden.
In dem Seminar lernt das Pferd dieses "unheimliche" Gefährt mit positiven Erfahrungen in Verbindung zu bringen. Selbst die größten Problempferde sind nach kürzester Zeit bereit, völlig problemlos den Hänger zu betreten.